Basaliom
Ein Basaliom ist ein bösartiger Tumor der Haut, der jedoch in der Regel
keine Metastasen bildet. Am häufigsten betroffen von dieser Krebserkrankung
sind ältere Menschen. Hauptursache des Basalioms ist langjährige und
intensive Sonnenstrahlung, weshalb hellhäutige Menschen öfter betroffen
sind, da diese leichter einen Sonnenbrand bekommen. Meist entwickelt sich
bei diesen Personen der Hautkrebs im Gesicht und am Hals sowie am wenig
behaarten Kopf. Ein Basaliom kann Monate oder Jahre langsam wachsen, bis es
von der betroffenen Person bemerkt wird. Anfangs bildet sich meist ein
Knötchen in der Haut mit roten Äderchen am Rand. Basaliome können jedoch
unterschiedlich aussehen, z.B. auch verkrustet, so dass es einer
Hautabschürfung ähnelt. Je nachdem, wann das Basaliom diagnostiziert wird,
wird der Tumor unterschiedlich groß. Schmerzen bestehen bei dieser
Krebserkrankung jedoch nicht. Wird der Tumor nicht behandelt, können Knochen
zerstört werden oder das Gesicht entstellt. Selten kann dies auch zum Tod
führen. Aufgrund der doch sehr typischen Hautveränderungen, diagnostiziert
der Hautarzt das Basaliom recht rasch. Zur Sicherung der Diagnose wird
oftmals noch eine Gewebeprobe entnommen und pathologisch untersucht. Meist
wird das Basaliom in einer ambulanten Operation beim Dermatologen (Hautarzt)
unter lokaler Betäubung entfernt. Je nach Größe und Tiefe kann es auch nötig
sein, das Basaliom in zwei Sitzungen zu entfernen. Bei der ersten Operation
wird der Tumor plus einige Millimeter der scheinbar gesunden Haut entfernt
und mikroskopisch untersucht. Ist der Rand nicht tumorfrei, wird in einer
weiteren Operation weitere Haut entfernt. Kann das Basaliom nicht oder nicht
komplett entfernt werden, erfolgt im Anschluss eine Strahlentherapie. In
einzelnen Fällen wird das Tumorgewebe bei der so genannten Kryotherapie
vereist. Diese Behandlungsform wird überwiegend bei älteren Patienten oder
bei Tumoren an den Augenlidern durchgeführt. Liegt nur ein kleiner Tumor
vor, kann dieser auch mittels der Photodynamischen Therapie behandelt
werden, bei der die kranken Hautzellen zerstört werden. Die Heilungschancen
bei einem Basaliom sind sehr gut. Besonders in den ersten zwei Jahren nach
der Operation ist jedoch eine engmaschige Nachkontrolle beim Dermatologen
äußerst wichtig, um weitere Neubildungen zu vermeiden.
Durch die Benutzung von geeigneten Sonnenschutzmitteln mit hohem
Lichtschutzfaktor und so wenig Sonnenbestrahlung wie möglich, kann ein
Basaliom verhindert werden. Dermatologen empfehlen alle 3 Monate eine
Selbstuntersuchung durchzuführen, vor allem wenn ein Basaliom in der Familie
bereits aufgetreten ist und Sie ein heller Hauttyp sind. Seit diesem Jahr
bieten die Krankenkassen eine neue Vorsorgeuntersuchung an, bei der alle 2
Jahre für über 35jährige ein Hautkrebs-Screening durchgeführt wird.
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